Bei bestem goldenen Oktoberwetter trafen wir, 5 Naturfreundinnen und -freunde, uns zur Drei-Gipfel-Tour auf die Notkarspitze.
Los ging es kurz vor 8:00 Uhr vom Parkplatz Ettaler Sattel, wo wir noch ganz allein waren. Der Steig führte uns zunächst steil bergauf durch den Wald auf den Ochsensitz, 1517 m, wo wir eine erste Pause einlegten und den herrlichen Blick aufs Kloster Ettal, Oberammergau und die umliegenden Berge der Ammergauer Berge genossen. Weiter ging es immer am Kamm entlang zur Zieglspitz, 1719 m, wo wir nochmals eine Rast einlegten und die Aussicht genossen. Auf den Wegen erfreuten wir uns auch immer wieder am bunten Herbstlaub der goldgelben Ahornbäume und leuchtend roten Ebereschen, die überall zwischen den Nadelbäumen hervorblitzten. Von der Ziegelspitz führte der Steig zunächst im steilen Auf-und-Ab bis zum Fuß der Notkarspitze. Der finale Anstieg durch die Latschen war aufgrund der stechenden Sonne nochmal recht anstrengend und schweißtreibend.
Am Gipfel angekommen genossen wir den herrlichen Ausblick ins Karwendel, Wetterstein und die Ammergauer Alpen. Natürlich schmeckte uns die mitgebrachte Brotzeit und auch das obligatorische Gipfelfoto wurde noch geschossen. Leider zogen jedoch ausgerechnet am Gipfel Wolken vor die Sonne, so dass es recht frisch wurde und wir bald wieder aufbrachen.
Für den Abstieg wählten wir den Weg zum Hasenjöchl, vorbei an der Rossalm und auf z.T. abenteuerlichen, steilen Pfaden über umgeknickte Bäume und Wurzeln hinunter zum Gießenbach. Im klammartigen Gießenbachgraben schienen im letzten Jahr bei Starkregen einige Gerölllawinen abgegangen zu sein. Steine, Felsen, Wurzeln und Baumstämme türmten sich im gesamten Verlauf durch die Schlucht, so dass kaum noch Pfade und Markierungen vorhanden waren und wir uns immer wieder orientieren mussten, wo es am besten weitergeht. Nach mühsamen Hindernisläufen erreichten wir schließlich den Forstweg, der nochmal langgezogen um das Bergmassiv herum zurück zum Ausgangspunkt führt.
Zum Abschluss ließen wir die Tour bei einer Einkehr in die Ettaler Mühle gemütlich ausklingen.
Schee war‘s – Kompliment an die Gruppe für die tolle Leistung – es hat viel Spaß gemacht!
Alfred S